Bottled in England | Album-Release-Gig in Passau | kleinstadtgross

Bottled in England | Album-Release-Gig in Passau

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‘Bottled in England’ war am Dienstag dank P-Town Rallye das vierte Mal in Passau zu sehen und zum vierten Mal haben sie überzeugt. Auf der Release-Tour des neuen Albums „Boy/Lost“ durfte unsere Stadt natürlich nicht fehlen. Für das Dänische Drum and Bass Duo wurde kurzerhand ein fetteres Soundsystem in die Camera gebaut und statt auf der Tanzfläche standen die Besucher um diese herum und ließen sich von Daniel und August ordentlich durchschütteln.

„First of all we love this stage. It’s a feeling like being a gladiator standing in the middle of the crowd. The 360°-thing is awesome. The people here are partying on a Tuesday like people in Copenhagen on a Friday or Saturday.“

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Mit ihrem neuen Album im Schlepptau war Passau die zweite Station ihrer Tour durch Deutschland und Luxemburg. „Boy/Lost“ wurde bereits vor einer Weile in Skandinavien released, jetzt sollen auch die Deutschen Fans das Vergnügen haben. Für jede Band ist es ein großer Schritt das erste Album zu veröffentlichen, so wahrscheinlich auch für Bottled in England. Daniel zufolge habe das dänische Publikum das Album eher zurückhaltend gefeiert, da es sich von den alten Songs unterscheidet. Die Dänen erwarteten catchy Hooklines und den massiven druckvollen Sound der Architect-EP und verstanden das Konzept hinter dem Album nicht. Die Wahrheit ist, dass das Album nicht für Live-Shows konzipiert ist, sondern eine Geschichte erzählen soll.

„We found out that most of it really doesn’t work live in the way we like playing live-music. So it’s really different if you consider all our other songs, it’s more chilled. I think it’s a great album but it’s definitely not something you gonna play live. We only play two tracks of the album tonight.“

Es ist wichtig zu wissen, dass die Jungs eine Geschichte erzählen wollen. Mit dem Album wollen sie weg von der Energie, mit der sie die Leute live zum Ausrasten bringen, hin zu einem Album für den Plattenspieler und ein offenes Ohr.

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„It is about a guy who is from a very nice place, he is like me and August from the suburbs in Denmark. He has all the right and good opportunities to become something in live. He is from a good family. But instead, like most of the people of our generation, he has this „no tomorrow“-mindset: We don’t care about anything, we just want to party hard. And then for some people the hard party never ends. Instead of doing something with his life he is just ruining it with drugs, alcohol and hurting the people he loves. Then in the end the boy has no more reason to live and ends his life in the end of the album. We end with a big requiem, the big gun!“

Uns wird immer wieder weisgemacht, dass wir frei seien und uns die Welt gehöre. Viele gehen in dieser Freiheit verloren. „They get lost – Boy/Lost“ Ein Thema unserer Zeit, unserer Generation. Vielleicht verstehen wir das Konzept des Albums besser und können daraus etwas mitnehmen. Der Startschuss in Passau für die Geschichte des verlorenen Jungen war jedenfalls ein großes Vergnügen! Hört rein, hört zu: Album – Boy/Lost

“The most important thing about making new music and publishing it is to get on the road. The reason to make an album is to get out, to promote it and to play some cool gigs.”

Hier ein paar Fotos von Dienstag und dem Dahoam-Festival 2014 bei Passau:

- Text und Bilder von Thomas Maluck -