Ein Wochenende ‘dahoam’ – ein Festival in Kinderschuhen | kleinstadtgross

Ein Wochenende ‘dahoam’ – ein Festival in Kinderschuhen

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IMG_1189Was macht ein Berliner Fettwurst-Koch auf einer österreichischen Wiese kurz hinter Passau? Richtig. Er tritt beim Dahoam-Festival 2014 auf. Imbiss Bronko nennt er sich und war Headliner für Freitagabend.

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Für drei Tage war Ausnahmezustand auf dem Gelände der Alten Tanke in Freinberg. Die Wiesen wurden eingenommen von feierwütigem Klientel aus Niederbayern und Österreich. Und wo Party versprochen war, wurde auch Party geboten: Über 25 Bands und DJs traten auf zwei Bühnen auf. Dabei waren international bekannte Musiker wie Bottled in England, genauso wie lokale Größen wie Wassermanns Fiebertraum.

Das Line-Up ist teils auf alte Bandkontakte, teils auf Regionalität und teils darauf zurückzuführen, dass die Veranstalter einfach Bock drauf hatten. Das Ziel der maßgeblichen sieben Köpfe hinter dem Festival war es, Subkultur in Passau wieder ein Zuhause zu geben. Und das ist ihnen gelungen. Die Besucherzahlen waren durchgehend ansehnlich fürs erste Veranstaltungsjahr, das Wetter gut und die Location ein Traum. Auch im nächsten Jahr wird es das Festival am Donauufer inmitten von Wald und Wiesen wieder geben.

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Den Mainact-Auftakt machte am Freitag Bronko mit seiner Imbissbude, am Samstag folgten dann die Österreicher von Krautschädl und am Sonntag schlossen die Dänen von Bottled in England vor einer nicht kleiner werden wollenden Publikumsmenge das Festival. Auf der anderen Seite des Geländes bemängeln die einen noch den fehlenden weichen Untergrund vor der Electro-Stage, während die anderen schon seit fünf Stunden durchtanzten. Die Bühne wurde jeden Tag liebevoll und passend zu den Genres House/Electro, Dubstep/Drum’n’Bass oder Goa/Psytrance umdekoriert. Einen Teil der Mixtapes gibt es mittlerweile auf der Facebook-Seite der Veranstaltung zu finden.

Fazit: Ein paar mehr Leute hätten schon noch aufs Gelände gepasst, so war es aber gemütlich voll. Das Festival hat es geschafft, ein Publikum zu versammeln, das man in der Vielfalt und in dieser Gegend nicht so schnell findet. Von Bands und Technik wären noch Wünsche offen gewesen, was die Organisation angeht. Ab und zu musste man mal etwas länger auf sein Bier warten, aber darüber kann man im ersten Jahr hinweg sehen. Insgesamt sind wir zufrieden und dankbar, dass Passau wieder im Festivalrennen ist! Damit bleibt sowohl bei den Veranstaltern als auch bei den Besuchern ein gutes Gefühl und Vorfreude auf nächstes Jahr.

- Text von Almuth Nitsch, Fotos von Thomas Maluck -