Groovegeparden – Das funky Jazzgespenst aus Passau | kleinstadtgross

Groovegeparden – Das funky Jazzgespenst aus Passau

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Die “Groovegeparden” – Viele kennen den Namen dieser Band, aber niemand weiß wirklich über sie Bescheid. Die Internetpräsenz ist eher bescheiden, es gibt nur einige Live-Tonmitschnitte und Fotos. Zudem sind Konzerte eine echte Seltenheit. Wer sind also die vier Passauer Gestalten, die plötzlich auftauchen, ihren “groovig, jazzigen Tanzwind erzeugen” und ebenso schnell wieder vom Passauer Musikhimmel verschwinden? 

Kleinstadtgroß wurde von dem Gitarristen Eli aufgeklärt und besuchte eine der seltenen Sessions im Cubana in Passau.

Bummi

Bummi

Sie sind wie ein Geist, ein Mythos. “Gibt es die Band überhaupt noch?”, fragen sich einige bis Eli, der Jazzman, Senki und Bummi nach einem halben Jahr Pause mal wieder eine Show spielen. Die Groovegeparden tauchen einfach auf. Sie treffen sich auf der Bühne und versinken in Sphären, die den musikalischen Moment herausfordern:

“Es ist eine Jam-Band. Das ist auf der einen Seite manchmal schwierig, weil man nicht sagen kann: Hey wir spielen jetzt diesen Song und der fährt euch ein! Aber dafür kann durch die Improvisation diese Magie in einem Moment entstehen und das finde ich manchmal sogar unbezahlbar.”

Senki

Senki

Vor 14 Jahren hat sich durch wöchentlich stattfindende Sessions in der Tabakfabrik-Passau eine Combo aus vier Musikern zusammengefunden. Über viele Jahre hinweg bildete sich die heutige Besetzung der Groovegeparden heraus und transportiert die in der langen Zeit gesammelten Erfahrungen und Stile bis in die heutigen Sessions. Jazz, Funk, Reggae, afrikanische Beats und Latin finden Platz in den Konzerten. Diese Vielfalt erwächst aus dem Jazzman, den man ab und zu in einer Passauer Tankstelle hinter der Kasse stehen sieht, Senki als gelernter Koch, Bummi dem Kunstlehrer und Eli als hauptberuflicher Musiker.

Eli

Eli

Bei der Band wurde von Anfang an kein Wert auf mediale Präsenz, Aufnahmen und größere Bühnen gelegt. Es blieb ein Nebenprojekt der Musiker, die sich zu öffentlichen Jamsessions ohne Proben auf den verschiedensten Bühnen trafen und die Zuhörer begeisterten. Die Popularität bei der Passauer Bevölkerung ist also eher ein Nebenprodukt aus der Lust am Jammen und Abenden, an denen der “Flow gestimmt hat”. Nur dann ist es der Band gelungen die Magie, von der Eli erzählte, dem Publikum zu zeigen und sie damit anzustecken.

“Für mich bedeutet die Band “Fun”. Einfach dieses Spielen mit den Jungs in der jetzigen Besetzung ohne zu wissen was kommt… Man sagt sich: Hey, geben wir einfach mal Gas!” 

Letztendlich konnte Eli auch keine Informationen über die Zukunft der Combo geben. Sicher ist, dass ihnen die Lust nach wie vor nicht vergangen ist und es eine Frage der Zeit bleibt, bis das Passauer Jazzgespenst wieder auftaucht.

Jazzman

Jazzman

Wichtig ist nur: Namen merken, Ohren spitzen und geduldig warten… Ein Rezept mit dem man sicher einmal in den Genuss einer Session mit den Groovegeparden kommt.

Zum 7.5.2014 lud der Veranstalter der “Plan B“-Partyreihe die “Geparden” und den “Beat Box Joker” zu einer Session im Cubana ein.

Groovegeparden – Live Session im Cubana Passau from Kleinstadtgroß on Vimeo.

- Text von Thomas Maluck, Video von Thomas Maluck -