Kein Herz für Rechtspopulismus! – Protest gegen Sarrazin in Passau | kleinstadtgross

Kein Herz für Rechtspopulismus! – Protest gegen Sarrazin in Passau

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Für die PNP ist der Aufritt Sarrazins ein Tagestipp, für andere ein Grund zu protestieren.

Heute Nacht haben wir eine Pressemitteilung vom KünstlerInnenkollektiv “Kunst.Macht Klug” über die gestrigen Proteste vor dem IBB-Hotel gegen Thilo Sarrazin erhalten. Die Mitteilung wurde von uns unbekannten Personen verfasst, darum können wir nicht vollends für die Richtigkeit folgender Informationen garantieren.

“Am Abend des 14.Januar 2014 protestierte das Künstler_Innenkollektiv „Kunst.Macht.Klug“ mit einer Aktion gegen den Rechtspopulisten Thilo Sarrazin, welcher im Rahmen des Dreiflüssedialogs vom Hotel IBB  zum Gespräch mit Manfred Osten eingeladen worden war. Die teils maskierten Aktivist_Innen protestierten bis zum Beginn des Vortrags am Eingang des IBB unter dem immer wieder kehrenden Slogan „das wird man ja wohl noch sagen dürfen“. Auf satirische Weise wandten sich die Künstler_Innen damit gegen Sarrazins Selbststilisierung als „Tabubrecher“: „klare Worte? Ich hör nur rassistische Kackscheiße“ stand zum Beispiel auf einem der Schilder, womit klargemacht wurde, dass Sarrazin weder neue, noch mutige Thesen verbreitet, sondern rechte Stammtischparolen nachbetet, was umgehend von neonazistischer und rechtskonservativer Seite begeistert aufgenommen wurde. Gerade Sarrazin zeigt einmal mehr, wie rassistische und sozialchauvinistische Allgemeinplätze bereits in der Mehrheitsgesellschaft verinnerlicht sind – gleichen doch einige seiner Grundaussagen auch den Forderungen der CSU.

Ob das IBB Hotel mit der Einladung des Rechtspopulisten der angeblich verfolgten Verbesserung ihrer öffentlichen Wahrnehmung einen Gefallen getan hat, ist sehr zu bezweifeln.

Die offensichtlich überforderte Polizeieinsatzleitung konnte erst nach längerem Zureden davon überzeugt werden, dass es unverhältnismäßig gewesen wäre, den Eingang zu räumen. Die  Polizei war jedoch später davon überzeugt, es sei verhältnismäßig einen Aktivisten brutal festzunehmen, nur weil er der Aufforderung die Musik abzustellen nicht nachgekommen sei. Gleichzeitig war der Einsatzleiter nicht einmal bereit seinen Namen mitzuteilen; als Antwort gab es Platzverweise für die Fragenden. Zudem wurde ohne ersichtlichen Grund ein Plakat konfisziert.

Das Künster_Innenkollektiv wollten mit ihrer Aktion dazu aufrufen, gegen menschenverachtende verbale Brandstifter zu protestieren und aktiv am Diskurs über die Gestaltung von Gesellschaft teilzunehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Kunst.Macht.Klug

PS: Mehr Bilder gibt es unter http://imgur.com/a/9bN7I

- Text und Bilder von Kunst.Macht.Klug -