Visionen für Passau – ein öffentlicher Kühlschrank | kleinstadtgross

Visionen für Passau – ein öffentlicher Kühlschrank

Kuehlschrank

parts-257161_1280-2Foodsharing ist mittlerweile in der Mitte der Gesellschaft angekommen: Zu viel gebacken, was falsches gekauft, zu viel Obst im Garten – warum nicht mit anderen Teilen, bevor das Essen schlecht wird? Die Internetseite foodsharing.de hat es sich im Dezember 2012 zur Aufgabe gemacht Lebensmittelretter zu versammeln und gegen die Verschwendung vorzugehen. Zwei Passauer Studentinnen ergriffen im letzten Jahr die Initiative und gründeten eine (wie in den meisten Fällen praktische) Facebook-Gruppe. Das Problem dabei: das Essen geht häufig an die selben internetaffinen Menschen.

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Um den Kampf gegen weggeworfene Nahrung noch einfacher zu machen, werden in vielen Städten sogenannte ‘Fair-Teiler’ eingerichtet: öffentliche Orte an denen Essen abgegeben und -geholt werden kann. Den Anfang machte in Passau Biandra, deren Bus gefüllt mit Kuchen und sonstigen Köstlichkeiten auf dem Wochenmarkt zu finden ist. Bei ihr findet sich auch eine Kiste mit Lebensmitteln, die befüllt oder geleert werden darf.

Weitere Möglichkeiten wären:

Die bekanntlich innovative Uni könnte auf ihrem Gelände, entweder innerhalb eines Gebäudes oder in einer Telefonzelle einen öffentlichen Kühlschrank anbieten. Da besonders Studierende häufiger mal die Stadt verlassen und somit in die Zielgruppe der Essenswegwerfenden fallen und die Uni sehr zentral liegt, bietet diese sich als Standort an. Eine Hochschulgruppe könnte die Betreuung des Kühlschranks übernehmen. An diversen Hochschulen hat sich das Konzept schon etabliert. Zum Teil arbeiten sie zusätzlich mit örtlichen Supermärkten zusammen um Übriggebliebenem eine letzte Chance zu geben.

Ein Laden, ein öffentliches (Kultur)Zentrum oder Vereinsräume könnten einem Kühlschrank Obhut gewähren. Hier wären allerdings Einschränkungen gegeben, was die Öffnungszeiten und Hygienevorschriften angeht. Mögliche (völlig unzugesagte, aber übliche verdächtige) Anlaufstellen könnten sein: Aktion hoffnung secondhand shop, das Zeughaus und/oder der frei*raum.

Eine engagierte, zentrale WG mit fortschrittlichem/r Vermieter/in, die ihren Hausflur zur Verfügung stellt. Wobei die soziale Kontrolle hier weniger gegeben ist und es sein könnte, dass die WG dann seltener zum Einkaufen geht ;-). In München beschloss ein 11-Jähriger gegen die Verschwendung vorzugehen und hat deshalb sein Kinderzimmer mit Kühlschränken ausgestattet, die immer nachmittags zugänglich sind. Dafür bleibt die abgegebene Schokolade bei ihm. Auch das ist möglich.

parts-257161_1280-3Dies ist die vierte Vision für Passau auf Kleinstadtgroß. Alle weiteren könnt ihr unter diesem Link finden. Ihr habt eine Idee was Passau fehlt? Die es in anderen Städten schon gibt und Passau unglaublich bereichern würde? Wenn ihr sie hier beschrieben haben wollt, schreibt eine Mail an kontakt@kleinstadtgross.de

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– Text von Almuth Nitsch –

2 Responses to “Visionen für Passau – ein öffentlicher Kühlschrank”

    • Kleinstadtgroß

      Ja, die Hygiene wäre wohl das größte aber auch ein gut lösbares Problem. Wenn sich engagierte Leute um den Schrank kümmern, ihn regelmäßig reinigen und auf die Ablaufdaten achten wird das schon gehen ;) Danke für den Bücherschrank-Vorschlag :)

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